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Black Diamond Trail

Ausrüstungsklassiker im Test: Black Diamond Trail Trekkingstöcke

Trekkingstöcke wie meine Black Diamond Trails sollten nach meiner Erfahrung auf keiner Bergtour fehlen, bei der man mehr als 1000 hm im Abstieg mit Gepäck zurücklegen muss. Mein persönlicher Gebrauch von Trekkingstöcken hat sich dabei im Laufe der Jahre radikal gewandelt. Während ich bei meinen ersten Bergtouren sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg noch fast ununterbrochen mit Stöcken gegangen bin, trage ich meine Trekkingstöcke jetzt die meiste Zeit nur noch in meinem Rucksack. Ich habe mir deswegen schon einige Sprüche anhören müssen. So hat mich zuletzt im vergangenen Sommer ein DAV-Ausbilder verspottet, dass ich meine Trekkingstöcke ja bloß spazieren tragen würde. Meine Gehtechnik hat sich im Laufe der Jahre jedoch grundlegend geändert. Ich konzentriere mich beim Gehen mittlerweile lieber darauf, meine Tritte präzise zu setzen und kleine, kraftschonende Schritte zu machen. Es lenkt mich hierbei zu sehr ab, mich auch noch auf das richtige Setzen der Trekkingstöcke konzentrieren zu müssen. Nichtsdestotrotz lohnt sich für mich die Mitnahme von Trekkingstöcken. Ich benutze sie bei langen, kräftezehrenden Abstiegen von mehr als 1000 hm. Dabei entlasten die Trekkingstöcke nicht nur die Knie, sondern reduzieren auch die Beanspruchung der Füße. Gerade wenn man ein Kandidat für Knie- und Fußprobleme ist, sollte man daher auf Bergtouren unbedingt Trekkingstöcke mitnehmen. Zudem können sich Trekkingstöcke bei heiklen Querungen von Schneefeldern als große Hilfe erweisen!

Meine ersten Trekkingstöcke waren eine relativ günstige Ausführung von Meru mit einem herkömmlichen Schraub-Klemmverschluss. Diese Stöcke haben mich maßlos enttäuscht. Das geringste Problem waren dabei noch die nicht anpassbaren (da meist klemmenden) Handschlaufen. Viel gravierender fiel ins Gewicht, dass der Klemmmechanismus zum Feststellen der ausgezogenen Teleskopstöcke nicht zuverlässig funktionierte. So ist es vorgekommen, dass sich die Stöcke zusammenschoben, wenn man sie voll belastet hat (obwohl ich sie stets fest zugeschraubt habe). Es kann sich zu einem ernsten Problem entwickeln, wenn man gerade eine steile Bergflanke absteigt, sein ganzes Gewicht auf die Stöcke gibt und die sich dann unvermittelt einfach zusammenschieben… Nach einer Weile kam noch ein anderes Problem mit dem Klemmmechanismus hinzu. So ließen sich die Stöcke nach einer Weile überhaupt nicht mehr feststellen und ich musste ständig improvisieren und an dem Klemmmechanismus rumwerkeln, um die ausgezogenen Stöcke überhaupt noch arretieren zu können.

Von solchen Problemen hatte ich die Nase voll. Es mussten gute, zuverlässige Trekkingstöcke her. Nach einer ausgiebigen Marktsondierung und der Inaugenscheinnahme verschiedener Modelle habe ich mich für die Black Diamond Trail Poles entschieden. Ich habe sie jetzt im vierten Jahr im Einsatz und kann sagen: Sie sind eine Bank. Man kann sich blind auf sie verlassen. Der Klemmmechanismus verfügt über einen Hebel (statt des traditionellen Schraubverschlusses) und funktioniert extrem zuverlässig. Die Stöcke lassen sich sehr einfach verstellen. Der Klemmmechanismus ist sehr fest, so dass sich die Stöcke nicht zusammenschieben (auch bei Nässe). Die Stöcke sind zudem sehr stabil. Ich habe keine Bedenken, mein ganzes Gewicht auf sie zu geben. Die Schaumgummi-Handgriffe und die Handschlaufen sind sehr komfortabel, was die Bildung von Blasen an den Händen minimiert. Das Schaumgummi ist zudem haltbar und beginnt trotz starker mechanischer Beanspruch nicht, sich aufzulösen. Es gibt vielleicht leichtere Trekkingstöcke als die Black Diamond Trails, die als Paar etwa 490 g wiegen, aber sicherlich gibt es keine zuverlässigeren. Ich habe den Kauf der Black Diamond Stöcke kein einziges mal bereut. Einmal mehr zeigt sich, dass es sich lohnt, beim Einkauf von Bergausrüstung vor allem auf Qualität zu setzen.

Der Preis der Black Diamond Trails ist dabei durchaus moderat. Bei Amazon gibt es sie bereits für 64,90 EUR. Bei Bergfreunde.de kosten sie 79,95 EUR.

Ich persönlich finde den klassischen Trail am besten bzw. vollkommen ausreichend, es gibt darüber hinaus aber auch noch einige “fancy” Varianten des Trails, z.B. mit einer m.E. überflüssigen Stoßdämpfung:

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